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Was heißt (bedeutet es) denn nun wiedergeboren sein?

 

Das allgemeine Verständnis über Wiedergeburt ist, dass man Lehren zustimmt und akzeptiert, taufen lässt und einfach gläubig ist. Befolgt man diese Schritte, ist man  wiedergeboren. Tatsächlich war es am Anfang auch so und es ist auch heute in Einzelfällen noch so.

 

E.g.White schrieb Folgendes:

 

Die Neugeburt ist heutzutage eine seltene Erfahrung. „Viele, sehr viele, die den Na­men Christi annehmen, sind ungeheiligt und unheilig. Sie sind zwar getauft, doch lebendig begraben worden. Sie sind dem Ich nicht abgestorben und daher nicht zu einem neuen Leben in Christus auferstanden." 6BC 1075; BK 377
 
Wenn der Geist Gottes vom Herzen Besitz ergreift, ge­staltet er das Leben um. Sündhafte Gedanken werden verbannt, böse Taten vermieden. Liebe, Demut und Frieden nehmen die Stelle von Ärger, Neid und Zank ein. Traurigkeit verwandelt sich in Freude, und im Ge­sicht spiegelt sich das Licht des Himmels. Keiner sieht die Hand, die die Last aufhebt, oder erblickt das Licht, das von den himmlischen Vorhöfen herableuchtet. Der Segen kommt, wenn sich ein Mensch im Glauben dem Herrn übergibt. Dann schafft die dem menschlichen Auge unsichtbare Kraft ein neues Wesen nach dem Bild Gottes." DA 173; vgl. ZV156.157.

 

Aus diesem Grund gibt es so viele Probleme in den Gemeinden. .  376,377)

 

Der Herr helfe uns, uns selbst zu sterben und von neuem geboren zu werden, dass Christus in uns lebe als lebendiger, wirksamer Grundsatz, als Kraft, die uns heilig erhält.9T 188(Z9 179)

 

Gibt es Merkmale an denen wir prüfen können, ob wir wie­dergeboren sind? Die Bibel erwähnt viele. Die Seligprei­sungen (Matt. 5,3-12) beziehen sich beispielsweise auf Männer und Frauen, die diese Erfahrung gemacht haben. In Galater 5 werden die bösen Werke und die Haltung des Nichtwiedergeborenen (Verse 19-21) der Frucht des Gei­stes gegenübergestellt, die im Wiedergeborenen zum Aus­druck kommt (Verse 22, 23).

 

 

  Merkmale der Wiedergeburt 

 

Im Folgenden möchte ich neun Merkmale nennen, die zutage treten, wenn die Erfahrung der Wiedergeburt ge­macht wurde: 

                                                                             Bringt gute Früchte hervor 

Matthäus 7,17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. 

Bringt die Früchte des Geistes hervor 

Galater 5,22-24 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz. Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. 

Liebt Jesus

Johannes 8,42 Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn nicht von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt. 

Liebt die anderen 

1. Johannes 4,8 Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 

Tut den Willen Gottes 

Matthäus 7,21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Matthäus 12,50 Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!                                                                 

 

Der Große Kampf, S. 399 

Der Geist, der uns nicht antreibt, in dieser gegenwärtigen Welt bescheiden, gerecht und gottesfürchtig zu leben, ist nicht der Geist Christi. ... Der Geist und das Wort stimmen miteinander überein. So ein Mensch sich nach dem Wort Gottes beurteilt und sich mit dem ganzen Wort vollkommen in Übereinstimmung findet, dann muss er glauben, dass er die Wahrheit hat; findet er aber, dass der Geist, der ihn leitet, nicht mit dem ganzen Sinn des Gesetzes oder des Buches Gottes übereinstimmt, dann wandle er vorsichtig, damit er nicht in der Schlinge des Teufels gefangen werde. 

Hält die Gebote Gottes 

Advent Review and Sabbath Herald, 31. Januar 1888 

Der Geist Gottes wird uns auf dem Pfad der Gebote führen; denn wir haben die Verheißung, dass ‚wenn dieser, der Geist der Wahrheit kommt, wird er uns in alle Wahrheit leiten.’ Wir sollten die Geister auf die Probe stellen anhand der Prüfung des Wortes Gottes; denn es sind viele Geister in die Welt ausgegangen. ‚’Zum Gesetz und zum Zeugnis!’ – wenn sie nicht entsprechend diesem Wort reden, dann deshalb, weil in ihnen kein Licht ist.’ [nach KJV] 

Hört auf Gottes Propheten. Bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist. 

Signs of the Times, 3. September 1894 

Aber Gott hat uns einen Maßstab gegeben, anhand dessen wir prüfen können, was Wahrheit ist. Der Prophet sagt: ‚’Zum Gesetz und zum Zeugnis!’ – wenn sie nicht entsprechend diesem Wort reden, dann deshalb, weil in ihnen kein Licht ist.’ [nach KJV] ‘Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes.’ ‚Wir sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.’ ‚Aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach.’ ‚Wenn jemand glaubt, ein Prophet zu sein oder geistlich, der erkenne, dass die Dinge, die ich euch schreibe, Gebote des Herrn sind.’ ‚Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist nicht aus Gott. Und das ist der [Geist] des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.’ 

Prüft alle Lehren und Erfahrungen an dem Wort Gottes 

Der Große Kampf, Einführung, S. 9 

Der Geist wurde nicht gegeben – und kann auch nie dazu verliehen werden –, um die Heilige Schrift zu verdrängen; denn die Schrift erklärt ausdrücklich, dass das Wort Gottes der Maßstab ist, an dem alle Lehren und jede Erfahrung geprüft werden müssen. Der Apostel Johannes sagt: ‚ Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen.’ (1Joh 4,1). Und Jesaja erklärt: ‚Ja, nach dem Gesetz und Zeugnis! Werden sie das nicht sagen, so werden sie die Morgenröte nicht haben.’ (Jesaja 8,20). 

Special Testimonies, Serie B, Nr. 17, S. 25-29 

Meine Brüder und Schwestern, vergesst all die kleineren Tests, die ihr versucht seid anzuwenden, und prüft euren Geist anhand des Zeugnisses des Wortes Gottes. Studiert das Wort, damit ihr den Charakter und Willen Gottes kennen lernt. Es ist absolut unverzichtbar, dass jeder Gläubige die Wahrheiten der Bibel als seinen Führer und Schutz ergreift. Jedem jungen Mann, jeder jungen Frau und jedem nicht mehr so jungen Menschen bezeuge ich, dass das Studium des Wortes der einzige Schutz für die Seele ist, die bis zum Ende unerschütterlich bleiben will. 

Legt ein demütiges Bekenntnis ab 

Testimonies, Bd 3, S. 124 

Der Geist des Herrn kam über die Versammlung und unter Tränen wurden demütige Sündenbekenntnisse von einigen abgelegt. 

Strebt nach Einigkeit in Christus 

Loma Linda Messages, S. 296

Wir müssen einen Geist der Einigkeit pflegen. Wir müssen nach Einigkeit streben, indem wir dem Muster folgen, das uns im Evangelium aufgezeigt wird – Jesus Christus. 

Ein Gefühl der Freiheit: Friede in der Seele:   

Der Mensch - besonders der bekenntliche Christ, der nicht wirklich wiedergeboren ist - der immer noch mit uner­wünschten Sünden kämpft und von Schuldgefühlen ge­plagt wird, kann keinen Frieden verspüren. Er ist von Zweifeln geplagt und unsicher in bezug auf seine Stellung vor Gott und daher oft traurig.

 

Mit der Erfahrung der Wiedergeburt ändert sich das je­doch. „Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus." (Röm. 5,1).

 

Im Buch Der Weg zur Gesund­heit beschreibt Ellen White auf der Seite 35 {MH 58) diese Erfahrung mit den wunderbaren Worten: „... die Stille der Seele ..." Aller Lärm, aller Streit ist vorbei. Jesus regiert jetzt vollständig. Die Sünde wurde aus dem Herzen ver­bannt, das eigene Ich entthront. 

Wer Frieden mit Gott und seinen Mitmenschen hat, kann nicht unglücklich gemacht werden. Neid und bö­ser Argwohn werden in seinem Herzen keinen Platz fin­den, auch Haß kann dort nicht bestehen. Das Herz, das mit Gott in Einklang ist, hat Anteil am himmlischen Frieden und wird dessen segensreichen Einfluß ringsum verbreiten." MB28;  L/F 30.31.."

 

Eine Erfahrung der Nächstenliebe: 

 „Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebt, der bleibt im Tode." 1. Jo­hannes 3,14. Diese christliche Liebe hat nichts mit senti­mentalen Gefühlen zu tun. Auch muß es sich dabei nicht unbedingt um jene Gefühlshaltung handeln, wie sie unter Familienangehörigen zutage tritt. Es ist vielmehr eine ge­genseitige Achtung, eine (angemessene) Sorge um die In­teressen der anderen, eine bewußte Entscheidung, das Wohl anderer nach Möglichkeit zu fördern.

 

Diese Haltung zeigt sich gegenüber jedermann: dem Unintelligenten, dem Exzentriker, dem Unliebenswürdigen, dem völlig Heruntergekommenen, dem Feind wie auch dem Freund. Es ist ein Grundsatz, der unsere Einstellung und unser Handeln dahingehend beeinflußt, das Wohl an­derer über eigene Interessen zu stellen. 

Wir müssen diese Liebe besitzen. Ohne sie sind alle an­deren Tugenden und Talente bedeutungslos Vgl. 1. Kor.13 

[Nach der Rechtfertigung] gibt es nichts im Herzen, was mit Gottes An­forderungen im Streit liegt. Der unterwürfige und gehorsame Geist wird es lieben, alle seine Gebote zu erfüllen. Das Böse wird verabscheut und das Gute erwählt. Es wird keine Selbstverleugnung und kein Opfer geben, das schwierig ist, denn das Herz freut sich, es für Christus tun zu können.  Es  wird danach trachten, Seelen aus dem Irrtum und von der Übertretung des heiligen Gesetzes Gottes zu retten. Wenn Gott die Kontrolle über die Gefühle hat, so wird der Geist nicht selbstsüchtig sein oder vor Opfern zurückschrecken." RHvom 2. Dezember 1875. 

Wenn Christus in der Seele regiert, herrscht dort Reinheit und Freiheit von der Sünde. ... Die Annahme des Erlösers bringt ein Glühen vollkomme­nen Friedens, vollkommener Liebe und Zusicherung." COL 420; GN 303.

 

 „Christi Liebe ist tief und ernst und fließt wie ein unaufhaltbarer Strom zu allen, die sie annehmen. In seiner Liebe gibt es keine Selbstsucht. Wenn diese im Himmel geborene Liebe ein bleibender Grundsatz des Herzens ist, wird sie sich offenbaren: nicht nur jenen, die uns in heiliger Glaubensver­wandtschaft lieb und wert sind, sondern allen, mit denen wir in Verbin­dung kommen. Diese Liebe wird uns dazu führen, kleine Aufmerksamkei­ten zu verrichten, nachgebend zu sein, freundlich zu handeln und mit­fühlende, wahre, ermutigende Worte zu reden. Sie wird uns dazu führen, mit denen mitzufühlen, deren Herz nach Mitgefühl hungert." 5BC1140; BK321. 

 Johannes schreibt über diese Liebe: „Wer nicht liebt der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe." (1. Joh 4, 8)  Nur Gott kann uns diese Liebe schenken. Kein Mensch ist in der Lage, aus eigener Kraft eine derartige Liebe hervorzu­bringen, die in ihrem Wirkungsbereich so weitreichend ist. Sie ist keine Vertiefung oder Verfeinerung der menschli­chen Liebe, sondern ein göttliches Geschenk. Gottes Liebe übertrifft sogar die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind (vgl RJ 83 (alt 71); MYP 115).  

„[Reine] Liebe ist eine himmli­sche Eigenschaft. Das natürliche Herz ist nicht in der Lage sie hervorzubringen. Diese himmlische Pflanze gedeiht nur dort, wo Christus die unumschränkte Herrschaft hat" 7BC 952; BK 504. 

Eine Abwendung von der Welt in Herz und Sinn:

 Der Nichtwiedergeborene stammt natürlicherweise von der Welt. Seine Hauptinteressen gelten gewöhnlich irdi­schen Dingen. Es wäre falsch, etwas anderes zu erwarten. Im Mittelpunkt seines Lebens steht der Arbeitsplatz, das Geld, die Unterhaltung, die Stellung in der Gesellschaft oder die Kleidung - ja vielleicht sogar sein eifriges Wirken für den Herrn.

 

Der Wiedergeborene wird nicht in verlegener Stille verharren, wenn das Gespräch auf Jesus und seine Liebe gelenkt wird, während er andererseits voller Begeisterung über Sport, Kleidung, Reisen und Autos sprechen kann.   

.Viele versichern heute ihre Treue gegenüber Gott, aber ihre Konzerte und anderen Vergnügungen, ihre weltlichen Bekanntschaften, ihre Selbstverherrlichung und ihr eifriger Wunsch nach Beliebtheit bezeugen alle, daß sie nicht seiner Stimme gehorcht haben. .Kinder sind Gebieter meines Volks, und Weiber beherrschen es.'Jesaja 3,12." 57"88. 

„Gott verlangt auch heute noch von seinem Volk eine ebenso weitgehen­de Unterscheidung von der Welt in Gewohnheiten und Grundsätzen wie von dem alten Israel. Wenn es sich gewissenhaft an die Belehrungen aus seinem Wort hält, werden diese Unterschiede existieren; das kann gar nicht anders sein." PP (engl) 458; PP(öt) 440. 

„Wodurch können wir feststellen, auf wessen Seite wir uns befinden? Wem gehört das Herz? Bei wem sind unsere Gedanken? Worüber unterhalten wir uns gern? Wer hat unsere wärmste Zuneigung und unsere besten Kräfte? Wenn wir uns auf der Seite des Herrn befinden, sind unsere Ge­danken bei ihm, unsere süßesten Gedanken sind von ihm. Wir haben keine Freundschaft mit der Welt: wir haben alles, was wir sind und haben, ihm geweiht. Wir sehnen uns danach, sein Bild widerzuspiegeln, seinen Geist zu atmen, seinen Willen zu tun und ihm in allen Dingen zu gefallen." 27 262. 1Sk 220 

Wer sein Leben von Christus bezieht, wird kein Verlangen nach den frivolen, unbefriedigenden Vergnügungen dieser Welt haben." ST88. 

 Jene, die sich Christus ganz übergeben, „sind nicht von der Welt". Johannes 17,14. 

„Echte Bekehrung ist eine entschiedene Umwandlung der Gefühle und Beweggründe. Sie ist in der Tat ein Ab­schied von irdischen Bindungen, ein Weglaufen aus deren geistlicher Atmosphäre, eine Entfernung von der beherrschenden Macht ihrer Gedanken, Ansichten und Einflüsse." 5T82.83. 

 

Sieg anstelle früherer Niederlagen:  

Wer versucht, in eigener Kraft - oder hauptsächlich in eigener Kraft - zu überwinden, kann keinen Sieg erlangen. Der Grund liegt darin, daß hier ein Fall vorliegt, in dem das eigene Ich ver­sucht, sich selbst hinauszuwerfen, und das ist schlechthin unmöglich. 

Ein Mensch, m dessen Herz Jesus nicht wohnt, kann nicht siegreich sein. Somit bleibt es allein dem Wiedergeborenen vorbehalten, anhaltenden Sieg über seine Sünden zu erlangen 

Nur derjenige, der die Worte des Paulus: "Ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir" bei sich anwenden kann, vermag die Sünde zu überwinden. Er kann dann mit Recht sagen: „Ich vermag alles durch den der mich mächtig macht, Christus." Phil. 4,13  

Das bedeutet jedoch keinesfalls, daß es im Leben eines Christen nicht manchmal fürchterliche Kämpfe geben wird. Wir müssen jeden Tag, ja jeden Augenblick dem eigenen Ich absterben. Aber weil die Gesinnung nun umgewandelt ist, weil die Wünsche, die Neigungen, die Beweggründe und der Wille des Wiedergeborenen auf Christus ausgerichtet sind, kann er den Sieg erlangen. 

„Wenn du aber „willig bist, willig gemacht zu werden," wird Gott dieses Werk für dich tun: Vernünfteleien zu zerstören „und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und ... jeden Gedanken gefangenzunehmen! unter den Gehorsam Christi." 2. Kor 10,5 (Elb.). Dann wirst du mit Furcht und Zittern an deiner Seligkeit wirken. „Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen." MB142.143; LiF134.

Die Neigung, oft und instinktiv zu beten:

 

Der Wiedergeborene verspürt den innigen Wunsch, das tiefe Verlangen, mit seinem Erlöser zu sprechen. Das ist ähnlich wie bei zwei Liebenden, die das starke Verlangen haben, mit dem Partner zusammen zu sein. Der Psalmist hat diesen inneren Drang poetisch umschrieben: „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir. Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott." (Psalm 42,2.3). 

„Wir müssen uns ihm [Christus! übergeben. Wenn diese Übergabe vollständig ist, kann Christus das Werk vollenden, das er begann, als er selbst sich für uns hingegeben hat. Dann kann er uns völlig wiederherstellen." RH vom 30. Mai 1907. 

Interesse am und Hinwendung zum Wort Gottes:

 

Die Bibel wird zum persönlichen Ratgeber. „Dein Wort ward meine Speise sooft ich's empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost," schrieb der Prophet Jeremia (Jer. 15,16).

  Der Wiedergeborene  „macht nun das Wort Gottes, das vorher langweilig und uninteressant schien, zu seinem Studium. Es wird zu seinem persönlichen Ratgeber. Es ist wie ein Brief, den Gott ihm geschrieben hat und der die Aufschrift des Ewigen trägt. Seine Gedanken, Worte und Taten werden zu diesem Maßstab gebracht und an ihm geprüft. Er er­zittert einerseits vor den Befehlen und Drohungen, die die Bibel enthält, anderseits ergreift er aber mit Ent­schlossenheit die Verheißungen und stärkt seine Seele, indem er sie [die Verheißungen] für sich persönlich in Besitz nimmt." 2T 294; 1Sk232. 

Eine wachsende Empfindungsfähigkeit gegenüber der Sünde:  

„Uns, die wir in den Vergehungen tot waren, [hat Gott] mit dem Christus lebendig gemacht." Eph. 2,5, Elb. Es lohnt sich, an dieser Stelle über diese Worte des Paulus nachzudenken. So schreibt Ellen White über die Wiedergeburt:  

„Neue Gedanken, neue Gefühle, neue Beweggründe werden eingepflanzt. Der Charakter wird an einem neuen Maßstab gemessen - an dem Leben Christi. Die Gesinnung ist verändert. Die geistigen Kräfte sind auf­geweckt und betätigen sich in einer neuen Richtung. ... Das Gewissen ist erwacht."  COL 98.99; CN61. 

„Die nach der Gerechtigkeit Christi trachten, werden bei den Themen der großen Erlösung verweilen. Die Bibel ist das Vorratshaus, das ihre Seelen mit nahrhafter Speise versieht. Sie denken über die Fleischwerdung Christi nach; sie betrachten das große Opfer, das dargebracht wurde, um sie vom Verderben zu retten und ihnen Vergebung, Frieden und ewige Gerechtig­keit zu bringen. Die Seele erglüht bei diesen erhabenen Themen." ZP 72; TM/87.88. 

„Die Sünde schließt uns nicht nur von Gott ab, sondern sie zerstört in der menschlichen Seele sowohl das Verlangen als auch die Fähigkeit, Gott zu erkennen. Es ist Christi Mission, all dieses Werk des Bösen zunichte zu ma­chen. Christus hat die Macht, die Fähigkeiten der Seele, die durch die Sünde, den verdunkelten Geist und den pervertierten Willen gelähmt sind, wieder mit neuem Leben zu erfüllen und wiederherzustellen." E (engl.) 28.29; F(dt.) 24. 

„Wenn sich das Herz dem Einfluß des Geistes Gottes er­gibt, wird das Gewissen geschärft werden.  SC 24; WzC 

Oft hört man die Frage: "Was ist denn eigentlich falsch daran? Doch viele können bezeugen, daß sich dieses Pro­blem für den Betroffenen oft löst, wenn der Heilige Geist Raum bekommt, das schlummernde Gewissen zu wecken und uns zu helfen, die Dinge im richtigen Licht zu sehen Dann werden wir auch erkennen, was wirklich falsch ist » Vergleichbar damit ist ein Sonnenstrahl, der durch ein kleines  Loch im  heruntergelassenen  Rolladen in  einen Raum scheint.Im Licht dieses Sonnenstrahls stellen wir fest, daß Hunderte von Stäubchen, die wir vorher nicht bemerkt haben, in der Luft schweben. Ebenso verhält es sich, wenn die Sonne der Gerechtigkeit in unser Leben scheint. Wir erkennen dann Sünden, die uns vorher über­haupt nicht bewußt waren. 

Williger Gehorsam gegenüber Gott als Grundeinstellung:

 

 „Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern" (Psalm 40,9) kann nur der Wiedergeborene sagen (vgl. Jer. 31,33). Das Herz des Nichtwiedergeborenen ist  dem Gesetz Gottes nicht untertan; denn es vermags auch nicht Röm.8,7

 

„Bei der Wiedergeburt wird das Herz in Harmonie mit Gott, in Einklang mit seinem Gesetz gebracht. Ist diese gewaltige Umgestaltung im Sünder erfolgt, so ist er vom Tode zum Leben, von der Sünde zur Heiligkeit, von der Übertretung und Empörung zum Gehorsam und zur Treue übergegangen. Das alte Leben der Entfremdung von Gott hat aufgehört; das neue Leben der Versöhnung, des Glaubens und der Liebe hat begonnen." GC 468; CKo 439.440. 

„Immer wenn jemand die Sünde - das ist die Übertretung des Gesetzes - aufgibt, wird sein Leben in Übereinstimmung mit dem Gesetz, zum vollkommenen Gehorsam, gebracht. Dies ist das Werk des Heiligen Geistes. ... Liebe kommt im Gehorsam zum Ausdruck. Die Trennungslinie zwischen denen, die Gott lieben und seine Gebote halten, und jenen, die ihn nicht lieben und seine Anordnungen mißachten, wird klar und deutlich sein." 6T92; 2SK 351 

„Je näher wir zu Jesus kommen und je genauer wir die Reinheit seines Charakters betrachten, um so klarer werden wir die außerordentliche Sündhaftigkeit der Sünde sehen und um so weniger werden wir das Bedürfnis haben, uns zu erheben.' AA 561; WA 559. 

Diese Haltung des Gehorsams wird sich nicht nur in Be­zug auf jene Forderungen zeigen, die einfach und bequem zu erfüllen sind, sondern auch hinsichtlich jener, die Selbstverleugnung und Selbstaufopferung erfordern.

 

Ein Drang, vor anderen Zeugnis abzulegen:

 

Die letzten Worte Jesu an seine Jünger beinhalteten die Ver­heißung des Heiligen Geistes. „Wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist," sagte Jesus, „werdet ihr meine Zeugen sein." Apg. 1,8. Als David Gott um Vergebung bat und ihn anflehte, ihm wiederum seine Gunst zu schenken, fuhr er fort: „Dann will ich die Übertreter deine Wege lehren, daß sich die Sünder zu dir bekehren." Ps. 51,15. 

„Wenn wir Christen sind, wird uns eine solche Arbeit (Zeugnis abzulegen] Freude machen. Sobald jemand aufrichtig bekehrt ist, verlangt ihn danach, anderen mitzuteilen, welchen köstlichen Freund er in Jesus ge­funden hat. Die errettende und heiligende Wahrheit läßt sich nicht im Herzen verschließen." DA 141; LJ126. 

„Sobald jemand wirklich zur Wahrheit bekehrt ist, kommt in seinem Herzen ein ernsthaftes Verlangen auf, hinzugehen und Freunden oder Nachbaun von dem köstlichen Licht zu erzählen, das aus der Heiligen Schrift strahlt. In seiner selbstlosen Tätigkeit, andere zu retten, ist er ein lebendiger Brief, den alle kennen und lesen. Sein Leben zeigt, daß er zu Christus bekehrt ist und von nun an mit ihm zusammenarbeitet." 5T 386; 2SK111. 

 „Wer durch den Glauben gerechtfertigt ist, muß sich vornehmen, den Weg des Herrn einzuhalten. Es ist ein Beweis, daß ein Mensch nicht durch den Glauben gerechtfertigt ist, wenn seine Werke nicht mit seinem Bekenntnis übereinstimmen." 1SM397; 1AB394. 

 

 

 

 

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