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Charles Fitch

Veröffentlicht am 15.01.2017

© 2011 der vorliegenden Ausgabe: „Anschauungen über die Heiligung“ Charles Fitch Ver. 1.0 www.inspiredbooks.de Alle Rechte vorbehalten Übersetzung: Wolfgang von Lucke Satz, Korrektur: Andreas Matuszak 
von Charles Fitch, erschienen in „Guide to Christian Perfection“, Band 1, Nr. 8 in Februar 1840

 

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Veröffentlicht am 24.12.2016
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Christus und seine Gerechtigkeit

Veröffentlicht am 24.12.2016

Christus und
seine Gerechtigkeit

 

In Hebräer 3,1  finden wir eine Ermahnung, die alle Gebote für einen Christen umfasst:

„Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen Beru­fung, schaut auf den Apostel und Hohen Priester, den wir bekennen, Jesus.“

Wenn wir also tun, was die Bibel sagt, und Chris­tus beständig und vernünftig betrachten, so wie er ist, werden wir vollkommene Christen; denn indem wir schauen, werden wir in sein Bild umgewandelt. Siehe 2.Korinther 3,18 (Elberfelder Übersetzung).

Gottes Wort gibt den Predigern des Evangeliums eine inspirierte Vollmacht, Christus den Menschen beständig vor Augen zu führen und die Aufmerk­samkeit allein auf ihn zu lenken. Paulus schrieb den Korinthern: „Denn ich hielt es für richtig, un­ter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten.“ l.Korinther 2,2. Es besteht kein Grund für die Annahme, dass Paulus in Korinth etwas anderes predigte als sonst. Er sagt ja, dass Gott seinen Sohn deshalb in ihm offenbart habe, damit er ihn unter den Heiden verkündigen kön­ne. Siehe Galater 1,15.16. Seine Freude war es, dass ihm die Gnade gegeben worden war, „den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi“. Epheser 3,8.

Doch die Tatsache, dass die Apostel in all ihren Predigten den Fokus auf Christus richteten, ist für uns keineswegs die einzige Berechtigung, ihn zu verherrlichen. Christi Name ist der einzige Name, der unter dem Himmel den Menschen gegeben ist, um gerettet zu werden. Siehe Apostelgeschichte 4,12. Christus selbst erklärte, dass niemand zum Vater kommt, es sei denn durch ihn. Siehe Johannes 14,6. Zu Nikodemus sagte er:

„Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, da­mit alle, die an ihn glauben, das ewi­ge Leben haben.“ Johannes 3,14.15.

Wenn Luther predigte, stand Christus den Zuhörern so lebendig vor Augen, dass ihre ganze Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet war. So stellte es Lukas Cranach auf diesem Bild dar.

Während sich dieses Erhöhen Jesu in erster Linie auf seine Kreuzigung bezieht, umfasst es doch weit mehr als nur die historische Begebenheit. Es schließt ein, dass Christus von allen Gläubigen als der gekreu­zigte Erlöser „erhöht“ werden muss, dessen Gnade und Herrlichkeit genügen, um das größte Bedürfnis der Welt zu befriedigen. Es bedeutet, dass er in sei­ner unermesslichen Schönheit und Macht „erhöht“ werden soll, als „Gott mit uns“, damit er durch seine göttlichen Charaktereigenschaften alle zu sich ziehen kann. Siehe Johannes 12,32.

Der Grund, warum wir Jesus betrachten sollen, wird in Hebräer 12 angegeben:

„Darum auch wir: Weil wir eine sol­che Wolke von Zeugen um uns ha­ben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns lau­fen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Je­sus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freu­de haben können, das Kreuz erdul­dete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst.“ Hebräer 12,1-3.

Nur durch fortwährendes Aufsehen zu Jesus und andächtiges Betrachten seines Wesens, wie es in der Bibel offenbart ist, werden wir davor bewahrt, auf dem Weg der Gerechtigkeit matt zu werden und den Mut sinken zu lassen.

Außerdem sollen wir Christus betrachten, weil in ihm „alle Schätze der Weisheit und der Er­kenntnis“ verborgen liegen. Kolosser 2,3. Wenn es jemandem an Weisheit mangelt, so soll er sie von Gott erbitten, der gerne gibt, ohne es jeman­dem vorzuwerfen. Siehe Jakobus 1,5. Der Herr hat verheißen zu geben, doch die erbetene Weisheit kann nur in Christus erlangt werden. Eine Weis­heit, die nicht von Christus ausgeht und auch nicht wieder zu ihm hinführt, ist Torheit. Gott, der Urheber aller Dinge, ist die Quelle der Weis­heit; ihn nicht zu erkennen ist die größte Torheit. Siehe Römer 1,21.22. Alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sind in Christus verborgen. Wer also nur die Weisheit dieser Welt besitzt,

weiß in Wirklichkeit nichts. Und weil alle Macht im Himmel und auf Erden Christus gegeben ist, erklärt Paulus, dass Christus „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ ist. l.Korinther 1,24.

Es gibt jedoch einen Text, der alles zusammen­fasst, was Christus für den Menschen bedeutet, und der den umfassendsten Grund nennt, warum wir ihn anschauen sollen.

„Durch ihn aber seid ihr in Chris­tus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtig­keit und zur Heiligung und zur Er­lösung.“ l.Korinther 1,30.

Wir sind unwissend, sündig und verloren — Chris­tus jedoch ist Weisheit, Gerechtigkeit und Erlösung für uns. Welch ein Unterschied: von Unwissenheit und Sünde zu Gerechtigkeit und Erlösung! Weder die edelsten Bestrebungen noch die größten Bedürf­nisse des Menschen können weiter reichen als das, was Christus für uns ist, und zwar er allein! Das ist Grund genug, warum die Augen aller stets auf ihn gerichtet sein sollten.

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Die Gemeinde Gottes

Veröffentlicht am 17.12.2016


Die Gemeinde ist für Gott das Kostbarste auf Erden. Es kostete den Himmel einen unendlich hohen Preis, sie zu erkaufen und aufzurichten. Aber was macht die Gemeinde so kostbar? Auch wenn kein Mensch diese Frage vollständig beantworten kann, so könnte doch dieses Buch ein Teil der Antwort sein. Als der große Kampf im Himmel begann, wurde Gott und Seine Regierung herausgefordert, sich in folgenden Punkten zu rechtfertigen:
1.    Luzifer behauptete, dass Gottes Gesetz für Engel unnötig sei und dass geschaffene Wesen das Gesetz nicht vollkommen halten könnten. Luzifer wollte Gottes Gesetz so verändern, dass er selbst ein Teil der Gottheit oder wie Gott würde. Dies hätte jedoch eine Änderung des ersten Gebotes und eine Änderung der geistlichen Bedeutung der übrigen Gebote erfordert.

 

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Veröffentlicht am 17.12.2016

Sklaven und Freie

Veröffentlicht am 14.12.2016
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Veröffentlicht am 13.12.2016
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Wichtige Lektionen

Veröffentlicht am 13.12.2016

 Zwei Lektionen  

Jesu Worte enthalten zwei grundlegende Lektionen, die von allen, die Christen sein möchten, beherzigt werden müssen.' Solange wir diese Lektionen nicht begriffen ha­ben, haben wir das ABC des christlichen Glaubens nicht wirklich erfasst.

Der Mensch kann aus sich selbst heraus absolut nichts tun, um seine Erlösung zu verdienen. Seine Anstren­gungen, ein heiliges Leben zu führen, sind zum Schei­tern verurteilt.

Durch Jesus Christus, seine Verdienste und seine Kraft, kann der Mensch jede Forderung erfüllen und jede Handlung durchführen, die für ein heiliges Leben und für die Erlösung notwendig sind.

Viele aufrichtige Christen leben im guten Glauben, dass ihre Erlösung zumindest teilweise von ihnen selbst ab­hängt. Ellen G. White schreibt: „Viele meinen, dass sie ei­nen Teil des Werkes selbst tun müssen. Was die Vergebung ihrer Sünden anbelangt, so vertrauen sie auf Christus, dann aber versuchen sie aus eigener Kraft, recht zu leben." SC 69; WzC 64.

Sie verlassen sich darauf, dass sie den Sab­bat halten, den Zehnten zahlen, die Gesundheitsreform beachten, ein rechtschaffenes Leben führen, treu bei dem Erntedanksammlungen mithelfen. Diese und viele andere Werke sollen ihnen ihrer Meinung nach das Heil zusichern.

Es ist sehr einfach, dieser Denkweise zu verfallen. Eine der härtesten Lektionen, die ein Mensch lernen muss, der ein Christ sein möchte, ist die, dass er durch seine eigenen Anstrengungen die Sünde nicht überwinden kann, dass Gott von ihm auch nicht verlangt, die Sünde in eigener Kraft zu überwinden und dass alles, was er in eigener Kraft unternimmt, um die Sünde zu überwinden, ihm beim Himmel keine Verdienste einbringt.

Derjenige, der durch eigene Anstrengungen den Sieg über seine Sünden erlangen will, wird früher oder später feststellen müssen, dass er etwas Unmögliches versucht. Schließlich muss dieser Mensch wie Paulus zugeben: „Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. ... Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." (Römer 7,15-19).

Wer wahrhaft versucht, aus sich selbst heraus das Ge­setz zu halten, wird sehen, dass es nur Forderungen an ihn stellt. Das Gesetz passt sich ihm in keiner Weise an. Es kommt ihm in keinem Punkt entgegen. Schließlich ist er er­schöpft. Er stellt fest, dass der Maßstab für ihn viel zu hoch ist. Er kämpft darum, das geforderte Maß zu erfüllen. Doch er scheitert. Seine Kräfte sind verbraucht. Die Niederlage ist perfekt. Was seine sündhaften Gewohnheiten betrifft, fühlt er sich wie ein Sklave, wie eine Marionette. In seinem Kampf, die Sünde zu überwinden, kann es durchaus sein, dass er ein Gefühl der Empörung gegenüber Gott entwich-kelt. Schuldbewusst gehen vielleicht folgende Gedanken durch seinen Kopf: „Gott, ich habe meine Sünden bereut und dich um Vergebung gebeten. Ich versuche, deinen Willen zu tun. Herr, ich bitte dich weiterhin, mir zu helfen, meine Sünden zu überwinden. Aber ich falle immer wie­der. Irgendwie hat es den Anschein, als ob du mir gar nicht hilfst."

 

In der Zwischenzeit klagt ihn sein schlechtes Gewissen aufs Neue an, weil er wieder gescheitert ist. Er wird von Schuldgefühlen geplagt. Er ist völlig frustriert.

Es mag lange dauern, bis ein Mensch die Lektion ge­lernt hat, dass er Gottes Willen unmöglich in eigener Kraft tun kann. Doch nun besteht die Gefahr, dass er entweder ein „Namenschrist" wird oder das christliche Leben ganz aufgibt. Als „Namenschrist" ist sein Leben voller Niederla­gen, doch er denkt: „Das muss so sein. Es gibt nun einmal nichts Besseres. Dies ist das Los eines Christen." Oder aber er kommt zur Schlussfolgerung: „Welchen Sinn hat es ei­gentlich? Es stimmt sowieso nicht, dass der christliche Glaube in der Lage ist, den Sieg über Sünde und Schwä­chen zu schenken und Frieden und Glück zu vermitteln. Was soll ich mich noch weiter darum kümmern? Ich lasse es lieber ganz sein!"

 

 

Wir müssen beide Lektionen lernen 

 

Es gibt viele kämpfende Christen, die die erste der bei­den Lektionen lernen - dass der Mensch nicht in der Lage ist, ein heiliges Leben zu führen und sich auf diese Weise durch seine eigenen Anstrengungen das Heil zu verdienen. Doch es scheint, dass weniger Menschen die zweite Lektion lernen - dass durch Christus ein geheiligtes Leben, der Sieg des Christen, mehr als möglich ist, „denn bei Gott sind alle Dinge möglich." Mk. 10,27.

Der Christ muss beide Lektionen lernen, bevor er den Weg der Erlösung verstehen kann. Wenn er die erste Lek­tion nicht lernt, dass er Gott durch seine eigenen Anstren­gungen nicht gehorchen kann, wird er weiterhin auf seine eigenen Werke und seine eigene Gerechtigkeit vertrauen und am Ende verlorengehen.

Wenn er nicht lernt, dass er durch Jesus den vollständi­gen Sieg erlangen kann, wird er niedergeschlagen, fru­striert und ohne Glauben durchs Leben gehen. Und weil er keinen Glauben übt, kann er nicht gerettet werden.

Die Tatsache, dass wir diese Lektionen nur schwer ler­nen, führt manchmal dazu, dass wir in unseren christlichen Glaubensüberzeugungen einseitig werden. Einer mag die Neigung haben, Gottes Vergebung zu betonen, seine For­derung nach völligem Gehorsam aber in den Hintergrund zu stellen. In diesem Fall wird die zugerechnete Gerechtig­keit Christi überbetont, die verliehene Gerechtigkeit dage­gen folglich unterbetont. Anders ausgedrückt: Wir neigen vielleicht dazu, jene Gerechtigkeit, die dem Sünder aus freien Stücken angeboten wird, in den Vordergrund zu rücken. Gleichzeitig vergessen wir jedoch, dass die Bibel und der Geist der Weissagung großes Gewicht auf den einwandfreien Charakter legen, den alle entwickeln müs­sen. In einem solchem Fall werden wir vor allem solche Zitate wie das folgende betonen: 

 

„Wenn der Mensch den Herzenswunsch hat, Gott zu gehorchen und auch Anstrengungen in dieser Hinsicht unternimmt, nimmt Jesus diese Haltung und diese An­strengung als den besten Dienst an, den der Mensch von sich geben kann, und kommt für das Fehlende mit seinem eigenen göttlichen Verdienst auf." MLT250. 

 

Dies ist ein gewaltiger Gedanke. Für den wiedergebo­renen Christen bietet diese Aussage große Hoffnung und Ermutigung. Aber dies gilt nur für den wahrhaft Wiederge­borenen.

Obiges Zitat stellt keine Entschuldigung für wieder­holte, zur Gewohnheit gewordenes Versagen dar, auch wenn jemand versucht sein mag, dies zu glauben. Diese Worte sind keine Bürgschaft für jemanden, der denkt, dass er sich keine Sorgen machen müsse, selbst wenn er sün­digt, weil er ja den Wunsch habe, das Richtige zu tun, und seinerseits auch das Beste bringe.  

Die Religion Christi bedeutet mehr als die Vergebung der Sünde, sie ist ein Wegnehmen unserer Sünden und Auffüllen des Vakuums mit den Gnadengaben des Heiligen Geistes." COL 419.20: GN303.

Als der Engel des Herrn zu Josef kam — dem Ehemann von Maria, der Mutter Jesu —, um ihm die bevorstehende Geburt an­zukündigen, sagte er: »Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren SündenMatthäus 1.21  

 

 

 

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Die verdorrten Gebeine in Hesekiel

Veröffentlicht am 12.12.2016

 

 

 

Der Herr muss die verdorrten Gebeine anblasen, damit sie lebendig werden

 

Der Geist Gottes mit seiner belebenden Kraft muss in jedes menschliche Wesen kommen, damit jeder geistliche Muskel und Nerv in Bewegung gebracht wird. Ohne den Heiligen Geist, ohne den Odem Gottes ist das Gewissen abgestumpft, und das geistliche Leben fehlt. Viele, deren Namen in den Gemeindebüchern stehen, sind ohne geistliches Leben. Ihre Namen stehen nicht im Buch des Lebens. Sie mögen sich der Gemeinde angeschlossen haben, aber mit dem Herrn sind sie nicht verbunden. Sie mögen eifrig bemüht sein, bestimmte Pflichten zu erfüllen, und mögen als lebendig angesehen werden. Doch viele gehören zu denen, von denen gesagt wird: „Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot.“ {BK 218.1; 4BC.1166.1}

 

Nur wenn sich die Seele aufrichtig zu Gott bekehrt, nur wenn der Odem Gottes die Seele zu geistlichem Leben erweckt, nur wenn die Bekenner der Wahrheit von himmlischen Grundsätzen geleitet werden, sind sie aus dem unvergänglichen Samen geboren, der ewig lebt und bleibt. Wenn sie nicht auf die Gerechtigkeit Christi als ihre einzige Sicherheit vertrauen, wenn sie seinem Charakter nicht nacheifern und nicht in seinem Geiste wirken, dann sind sie nackt und tragen nicht das Kleid seiner Gerechtigkeit. Die Toten werden oft für lebendig gehalten; aber in denen, die nach ihren eigenen Vorstellungen von der Erlösung leben, wird Gott nicht das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen wirken. {BK 218.2;

 

 

 

 

 

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Die Kraft Gottes

Veröffentlicht am 10.12.2016

Die Kraft Gottes

 

In dem Wort Gottes finden wir das ergreifende Zeug­nis eines Mannes, der die errettende Kraft des Wortes persönlich kannte und der deshalb erklärte: »Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht.« Rö­mer 1,16 (Luther-Ubersetzung von 1912).

Mit gutem Grund schämte er sich des Evangeliums von Jesus Christus nicht, und diesen Grund nannte er freudig und ohne zu zögern: »Denn es ist Gottes Kraft !

 

Man überlege einmal, wie Paulus das Evangelium noch hätte bezeichnen können! Er hätte es eine Theorie nennen können, ein Argument, eine gute Nachricht oder irgend etwas dergleichen. Doch er benutzte keine dieser Bezeichnungen. Das Evangelium, so erklärte er. »ist Gottes Kraft«. Für ihn war es Kraft, aber nicht irgend­eine Kraft, sondern Gottes Kraft.

Es ist unbedingt notwendig, das wir bei diesem Stu­dium von Anfang an verstehen, was das Evangelium wirklich ist. Deshalb wäre es gut, über die Macht und Majestät dieser Kraft nachzudenken. Es ist Gottes Kraft, durch die der Himmel und die Erde ins Dasein gerufen wurden. Diese selbe Kraft, durch die die Welten ins Leben ge­rufen wurden, ist das Evangelium. Dieselbe Kraft, die damals dazu benutzt wurde, die Schöpfung ins Dasein zu bringen, steht heute zu unserer Erlösung bereit. Denn das durch Paulus gesprochene Wort sagt: »Es ist Gottes Kraft zur Rettung.« (Schlachter-Übersetzung.)

Der Text erklärt nicht ausdrücklich, wovon uns das Evangelium erretten soll. Doch ist das überhaupt nötig? Die Bibel hat dies bereits klargemacht. Als der Engel des Herrn zu Josef kam — dem Ehemann von Maria, der Mutter Jesu —, um ihm die bevorstehende Geburt an­zukündigen, sagte er: »Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren SündenMatthäus 1.21

 

In den Bibel muß Schriftstelle mit Schriftstelle ver­glichen werden. Wahrheiten, die schon einmal darge­legt wurden, brauchen nicht an anderer Stelle mit den­selben Worten wiederholt zu werden. Jesus ist der Mit­telpunkt und die Kraft des Evangeliums. Wenn Jesus al­so gekommen ist, um sein Volk von ihren Sünden zu retten, und wenn Paulus uns sagt, daß das Evangelium die Kraft Gottes zur Rettung ist, dann ist klar, daß es um die Errettung von Sünde geht.

Wenn solch eine gewaltige Kraft, die mit nichts zu vergleichen ist, dafür bereitsteht, jeden Menschen von seinen Sünden zu erretten, dann fragt man sich, welche Entschuldigung man dafür haben kann, daß man sün­digt. Tatsächlich gibt es keine Entschuldigung. Natürlich machen sich die meisten Menschen gar keine Gedan­ken über das Sündenproblem. Sie leben so, wie es ih­nen gefällt, und der Herr läßt ihnen vollkommene Frei­heit, das zu tun, was sie tun wollen. Aber schuldig sind sie trotzdem; und weil sie schuldig sind, werden sie die Früchte ihrer Handlungsweise ernten.

Doch diejenigen, die danach streben, dem göttlichen Vorbild gleich zu werden, und die in lebendigem Glau­ben die göttliche Kraft ergreifen, erfahren eine solche in­nere Veränderung, daß Liebe, Geduld und Reinheit zu ihren natürlichen Wesenszügen werden. Sie werden an sich selbst das Wirken der gewaltigen Kraft Gottes erfah­ren, und sie werden wissen, daß es auf der Erde und in der Hölle keine Macht gibt, die sie zwingen kann zu sün­digen. Das heißt, sie brauchen niemals zu sündigen. Je­der, der will, kann ein Leben des vollkommenen Sieges über jede Sünde führen, solange er an die errettende Kraft des Allmächtigen glaubt.

Das Evangelium ist für alle Menschen da,  aber nicht für alle Menschen ist es die Kraft Gottes.

 

»Es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen.« Römer 1,16 (Schlachter-Übersetzung).

Nur für den, der glaubt, ist das Evangelium die Kraft Gottes zur Rettung von Sünde. Für alle anderen ist es le­diglich eine Theorie, eine Geschichte, eine Lehre oder etwas dergleichen. Allein für den Gläubigen ist es Got­tes Kraft.

Im nächsten Vers sagt uns Paulus, was die Kraft die­ses Evangeliums bewirkt: »Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin geoffenbart aus Glauben zu Glauben, wie ge­schrieben steht: >Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.«< Römer 1,17 (Elberfelder Übersetzung).

Im Evangelium offenbart sich Gottes eigene Gerech­tigkeit. Man bedenke, was das Wort »offenbart« bedeu­tet! Es bedeutet, daß die Gerechtigkeit Gottes gezeigt wird, so daß sie von jedem Beobachter der Szene deut­lich gesehen werden kann. Wo aber wird das Evan­gelium Christi offenbart, wenn nicht im Leben derer, in denen das Evangelium eine wirksame Kraft geworden ist? Auch im Leben Christi auf dieser Erde war das Evan­gelium die Kraft Gottes. Es bewahrte ihn täglich davor, in Sünde zu fallen. Sein Leben offenbarte nichts anderes als die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zu Glauben. Christus ist das Vorbild, das uns zeigt, wie wir sein sol­len.

 

 

 

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